„Hey AI, wen soll ich wählen?“
KI-generierte „Stadt-Bilder“ laden ein zur Diskussion vor der Landtagswahl in BadenWürttemberg
Vernissage
Einführung und Eröffnung ist am Freitag, 16. Januar um 19 Uhr. Die Ausstellung wurde von lpb (Landeszentrale für Politische Bildung), vhs-Verband BW und Cowork Tübingen gestaltet. Dazu erläutern diese: Sie glauben, dass Bilder mehr sagen als viele Seiten Papier und sie regen an, schnell in eine Diskussion über die Vorhaben der Parteien einzusteigen. Also machen sie eine Ausstellung über die politischen Ziele der Parteien und fragen sich auch, welchen Einfluss künstliche Intelligenz auf die Meinungsbildung und über Demokratie insgesamt haben. Die KI-generierte Bilder wurden auf Grundlage der aktuellen Landtagswahlprogramme erstellt. Der Eintritt ist frei.
„Hey AI, wen soll ich wählen?“
KI-generierte „Stadt-Bilder“ laden ein zur Diskussion vor der Landtagswahl in BadenWürttemberg
Tübingen/Stuttgart – Wie könnte das zukünftige Leben in einer Stadt aussehen, wenn eine der
sechs am aussichtsreichsten kandidierenden Parteien in Baden-Württemberg ihr Wahlprogramm
allein umsetzen dürfte?
An 40 Kultur- und Bildungseinrichtungen von Crailsheim bis Waldshut-Tiengen werden solche
„Stadt-Bilder“ bis zur Landtagswahl am 8. März 2026 gezeigt. Die sichtbaren Unterschiede in den
großformatigen Plakaten von AfD, CDU, FDP, Grünen, Linken und SPD fordern zur politischen
Debatte heraus.
Ziel dieser Initiative ist es, die zentralen Botschaften der jeweiligen Partei zu Wohnen, Verkehr,
Arbeit, Umwelt oder Energie in einem sogenannten „Wimmel-Bild“ sichtbar zu machen. Ein
solcher niedrigschwelliger Zugang soll es allen Besucher/innen erleichtern, sich mit dem Angebot
der verschiedenen Parteien zu beschäftigen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Die Ausstellung ist überparteilich und gibt keine Wahlempfehlung. Begleittexte erläutern, welche
politischen Schwerpunkte in den Bildern gezeigt werden – und welche wichtigen
Programminhalte zusätzlich zu beachten sind.
„Hey AI, wen soll ich wählen im Ländle?“ ist in jeder der beteiligten Einrichtungen zu den
ÖƯnungszeiten kostenfrei zu sehen. Hinzu kommen Vorträge, Workshops, Kinofilme oder Pub
Quiz-Veranstaltungen, die sich mit Künstlicher Intelligenz und deren Auswirkungen auf unsere
Gesellschaft beschäftigen.
Träger dieser Initiative sind das Institut für Demokratie und Künstliche Intelligenz (IDemKI,
Tübingen), die Landeszentrale für politische Bildung in Baden-Württemberg und der
Volkshochschulverband Baden-Württemberg. Ferner hat das IZKT der Universität Stuttgart
mitgewirkt.
Zu Beginn der Ausstellungszeit findet am 5. Februar 2025 in der Stadtbibliothek Stuttgart eine
Veranstaltung mit Prof. Jessica Heesen statt. In einem Podiumsgespräch geht es um die Frage:
„Demokratische Mitbestimmung – trotz oder mit Künstlicher Intelligenz?“ Die Anmeldung erfolgt
per Mail an: karten.stadtbibliothek@stuttgart.de.
Technische und konzeptionelle Hinweise
Anfang Januar wurden die bis dahin veröƯentlichten Wahlprogramme der vorgenannten Parteien
mit ChatGPT 5.2 verarbeitet. Dabei wurden die politischen Ziele, Werte und Prioritäten der
jeweiligen Parteien mit einem identischen Prompt in künstlerische Bildwelten übersetzt
Als wiederkehrendes Motiv wurde die Perspektive auf eine Stadt gewählt. Städte bündeln zentrale
gesellschaftliche Themen wie Wohnen, Arbeit, Mobilität, Umwelt und soziale Teilhabe. In diesem
verdichteten Raum lassen sich politische Vorstellungen besonders anschaulich darstellen und
miteinander vergleichen. Die Stadt wird so zur Projektionsfläche politischer Ideen und zum
Spiegel unserer Erwartungen an die Zukunft.
Die Motive verstehen sich nicht als Prognosen oder realistische Zukunftsentwürfe, sondern als
visuelle Gedankenexperimente. Die KI abstrahiert und verdichtet politische Inhalte und macht
zentrale Aussagen, Konfliktlinien und Schwerpunkte sichtbar. Zuspitzungen und
Überzeichnungen sind bewusst Teil des Konzepts und als Einladung zur Auseinandersetzung
gedacht, nicht als Bewertung.
Der Wechsel des Mediums von Text zu Bild führt zwangsläufig zu Vereinfachungen und
Auslassungen. Die KI reduziert komplexe Programme auf ausgewählte Schwerpunkte und
verarbeitet politische Inhalte nicht inhaltlich, sondern textuell anhand statistischer
Wahrscheinlichkeiten. Technische Limitationen und mögliche Verzerrungen sind daher
zwangsläufig und uns bewusst.
In der Seitenleiste jedes Plakats wird deshalb erläutert, welche Programmpunkte der jeweiligen
Partei dargestellt sind und welche nicht dargestellt werden konnten. Weitere Informationen sind
über einen QR-Code online abrufbar.
Die Ausstellung bewegt sich somit im Spannungsfeld von Technologie, Politik und Kunst. Sie lädt
dazu ein, die Bilder zu vergleichen und über die Auswirkungen politischer Programme auf unser
Zusammenleben ins Gespräch zu kommen. Mit den gezeigten Motiven ist ausdrücklich keine
Wahlempfehlung verbunden; sie ersetzen nicht die persönliche Auseinandersetzung mit den
Wahlprogrammen.
Zum Projekt
Eine ähnliche Bilderreihe wurde erstmals vor der letzten Bundestagswahl im Februar 2025 von
dem Berliner Soziologen Max Mundhenke erstellt. Das Institut für Demokratie und Künstliche
Intelligenz (IDemKI) in Tübingen führt die Initiative zur Landtagswahl in Baden-Württemberg fort –
in enger Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und dem
Volkshochschulverband Baden-Württemberg.
Wir möchten damit Neugier wecken und zur eigenständigen Auseinandersetzung mit politischen
Programmen anregen. Gerne auch zur Diskussion mit politisch Andersdenkenden. Im besten Fall
führt die Ausstellung dazu, das aktuelle Wahlprogramm der Parteien zu studieren!
Weitere Informationen erhältlich unter: www.landtagswahl.ai
Pressekontakt
Institut für Demokratie und Künstliche Intelligenz (IdemKI)
Johannes Freyer
Eisenbahnstraße 1
72072 Tübingen
E-Mail: info@idemki.d